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Resistenz Terminologie Enza Zaden

Beschreibung der Reaktion von Pflanzen auf Schädlinge und Pathogene sowie auf abiotischen Stress. (Beglaubigte Definition der ISF vom Mai 2005)

1. Terminologie

Es gibt unterschiedliche Grade der Spezifizität von Schädlingen oder Krankheitserregern in ihrem Verhältnis zu Pflanzen. Diese Spezifizität zu bestimmen erfordert normalerweise sehr ausgefeilte Analysemethoden. Die Antwort auf die Frage, ob eine Pflanze von einem Schädling oder Krankheitserreger befallen werden kann, hängt unter Umständen von dem jeweils angewandten Analyseverfahren ab. Wichtig ist zu betonen, dass ganz allgemein die Spezifizität von Schädlingen und Krankheitserregern zeitlichen und regionalen Schwankungen unterliegen kann, dass sie von Umweltfaktoren abhängt und dass neue Schadorganismen oder neue Krankheitserregerstämme entstehen können, die Resistenzen überwinden können.


2. Definitionen

Immunität: erleidet keinen Befall von einem bestimmten Schädling bzw. wird von einem bestimmten Krankheitserreger nicht infiziert.

Resistenz ist die Fähigkeit einer Pflanzensorte, Wachstum und Entwicklung des betreffenden Schädlings oder Krankheitserregers und/oder die von diesem verursachte Schädigung im Vergleich zu anfälligen Pflanzensorten unter vergleichbaren Umweltbedingungen und vergleichbarem Schädlings- und Krankheitserregerdruck zu begrenzen. Bei resistenten Sorten können bei hohem Schädlings- und Krankheitserregerdruck in gewissem Maße Krankheitssymptome oder Schädigungen auftreten.

  • Es werden zwei Resistenzgrade definiert:
    Hohe/Standardresistenz (HR*):
    Pflanzensorten, die das Wachstum und die Entwicklung des betreffenden Schädlings oder Krankheitserregers bei normalem Schädlings- oder Krankheitserregerdruck im Vergleich zu anfälligen Sorten in hohem Maße begrenzen. Diese Pflanzensorten können jedoch bei hohem Schädlings- oder Krankheitserregerdruck in gewissem Maße Befallssymptome oder Schädigungen aufweisen.

  • Mittlere/intermediäre Resistenz (IR*):
    Pflanzensorten, die das Wachstum und die Entwicklung des betreffenden Schädlings oder Krankheitserregers begrenzen, aber im Vergleich zu resistenten Sorten mehr Symptome oder Schädigungen aufweisen können. Mäßig/intermediär resistente Sorten werden immer noch weniger schwerwiegende Symptome oder Schädigungen aufweisen als anfällige Pflanzen, die unter vergleichbaren Umweltbedingungen und/ oder vergleichbarem Schädlings- oder Krankheitserregerdruck angebaut werden.
    Anfälligkeit ist die Unfähigkeit einer Pflanzensorte, das Wachstum oder die Entwicklung eines bestimmten Schädlings oder Krankheitserregers einzuschränken.

Wenn nicht anderst beschrieben, wird die Resistenz unserer Pflanzen mit Codes wiedergegeben .Wenn eine Sorte gegen mehrere Krankheitserreger resistent ist, werden die einzelnen Resistenzcodes mit dem Symbol "/“oder "," voneinander getrennt.

  • Wenn in einem Resistenzcode einer bestimmten Sorte auf bestimmte Stämme hingewiesen wird, gegen die diese Sorte resistent sein soll, wird damit keine Resistenz gegen andere Stämme dieses selben Krankheitserregers beansprucht.

  • Wenn in einem Resistenzcode nicht hingewiesen wird auf Stämme des Krankheitserregers, gegen die es die Resistenz geben soll, soll diese nur gegen bestimmte, nicht weiter angedeutete Stämme dieses Krankheitserregers resistent sein. Damit ist nicht garantiert, dass diese Sorte nicht von diesem Krankheitserreger infiziert werden wird.

Zwei Beispiele:
Tm:
Eine Tm-3-resistente Gemüsepaprika-Sorte ist gegen Tobamoviren (Bell Pepper Mosaic Virus - Paprikamosaik-Virus; Pepper Mild Mottle Virus - Mildes Paprikascheckungs-Virus; Tobacco Mild Green Mosaic Virus; Tobacco Mosaic Virus - Tabakmosaik-Virus; Tomato Mosaic Virus - Tomatenmosaik-Virus), Stämme 0, 1, 2 und 3, resistent
TSWV:
Eine TSWV-resistente Sorte ist gegen bestimmte nicht-spezifizierte Stämme des Tomatenbronzeflecken-Virus (Tomato Spotted Wilt Virus) resistent.